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Lenormandkarten: Ein tiefer Einblick in die Welt der Wahrsagekarten

Die Lenormandkarten gehören neben dem Tarot zu den beliebtesten Wahrsagekarten der Welt. Sie faszinieren durch ihre klare Bildsprache und ihre Fähigkeit, präzise Antworten auf konkrete Lebensfragen zu geben. Doch was macht dieses Kartendeck so besonders? In diesem umfassenden Guide tauchen wir tief in die Geschichte, die Symbolik und die Anwendung der Lenormandkarten ein.

Was sind Lenormandkarten?

Das klassische Lenormand-Deck besteht aus 36 Karten. Jede Karte zeigt ein eindeutiges Symbol aus dem Alltag des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel einen Reiter, ein Schiff, einen Ring oder ein Herz. Im Gegensatz zum Tarot, das oft psychologische und spirituelle Entwicklungsprozesse beleuchtet, gelten die Lenormandkarten als sehr ereignisorientiert. Sie sind "bodenständiger" und zeigen oft direkte Zusammenhänge zwischen Personen und Ereignissen an.

Die Geschichte hinter dem Namen: Marie Anne Lenormand

Benannt sind die Karten nach der berühmten französischen Wahrsagerin Marie Anne Lenormand (1772–1843), die als die „Sibylle des Faubourg Saint-Germain“ bekannt war. Sie beriet angeblich Persönlichkeiten wie Napoleon Bonaparte und Kaiserin Joséphine.

Interessanterweise hat Madame Lenormand selbst vermutlich nie mit dem Deck gearbeitet, das heute ihren Namen trägt. Das „Kleine Lenormand“ (Petit Lenormand), das wir heute nutzen, entstand erst nach ihrem Tod und basiert vermutlich auf dem deutschen „Spiel der Hoffnung“ von Johann Kaspar Hechtel (ca. 1799).

Die Struktur des Decks: Die 36 Symbole

Die 36 Karten lassen sich grob in verschiedene Kategorien einteilen, wobei jede Karte sowohl positive, negative als auch neutrale Aspekte haben kann. Die Bedeutung ergibt sich oft erst aus der Kombination mit den Nachbarkarten.

  • Personenkarten: Die Karte Nr. 28 (Der Herr) und Nr. 29 (Die Dame) repräsentieren meist den Fragesteller und dessen Herzenspartner.
  • Glückskarten: Karten wie das Klee (Nr. 2), die Sonne (Nr. 31) oder der Schlüssel (Nr. 33) verheißen Erfolg und positive Wendungen.
  • Warnkarten: Symbole wie die Wolken (Nr. 6), der Sarg (Nr. 8) oder die Sense (Nr. 10) weisen auf Herausforderungen, Blockaden oder plötzliche Gefahren hin.
  • Kommunikationskarten: Der Reiter (Nr. 1), der Brief (Nr. 27) oder die Vögel (Nr. 12) stehen für Nachrichten, Gespräche und Austausch.

Beliebte Legesysteme für Lenormandkarten

Je nach Fragestellung eignen sich unterschiedliche Legemethoden. Hier sind die drei wichtigsten:

1. Die Tageskarte

Für Einsteiger ideal: Ziehen Sie morgens eine einzelne Karte, um die Grundstimmung oder das Hauptthema des Tages zu erfahren. Dies schult die Intuition und hilft, die Bedeutung der Symbole zu verinnerlichen.

2. Die 9er-Legung (Das kleine Blatt)

Hierbei werden 9 Karten in einem 3x3-Quadrat ausgelegt. Die Karte in der Mitte repräsentiert das Hauptthema. Dieses System eignet sich hervorragend für konkrete Fragen wie „Wie entwickelt sich meine berufliche Situation?“ oder „Was denkt er über mich?“.

3. Die Große Tafel (Grand Tableau)

Dies ist die Königsdisziplin im Lenormand. Alle 36 Karten werden ausgelegt. Die Große Tafel bietet einen Gesamtüberblick über das Leben des Fragestellers. Sie deckt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in allen Lebensbereichen (Liebe, Beruf, Finanzen, Gesundheit) gleichzeitig ab. Hierbei spielen die Häuserdeutung und das „Rösseln“ (eine spezielle Sprungtechnik ähnlich dem Schach) eine wichtige Rolle.

Tipps für die Deutung der Karten

Das Lesen von Lenormandkarten ist wie das Erlernen einer neuen Sprache. Hier sind einige Expertentipps für präzisere Deutungen:

  • Kombinationen sind alles: Eine Karte steht selten allein. Der "Sarg" neben der "Sonne" schwächt die Energie ab, während der "Sarg" neben den "Mäusen" den Verlust des Kummers (also etwas Positives) bedeuten kann.
  • Achten Sie auf die Blickrichtung: In vielen Decks schauen die Figuren oder Symbole in eine bestimmte Richtung. Blickt die "Dame" in die "Wolken", sieht sie Unklarheiten voraus. Dreht sie ihnen den Rücken zu, hat sie die Probleme bereits hinter sich gelassen.
  • Intuition vor Buchwissen: Auch wenn die Standardbedeutungen wichtig sind, sollten Sie immer auf Ihr erstes Bauchgefühl hören, wenn Sie ein Kartenbild betrachten.

Fazit: Warum Lenormandkarten heute noch relevant sind

In einer komplexen Welt suchen Menschen nach Orientierung. Lenormandkarten bieten keine unumstößlichen Prophezeiungen, sondern fungieren als Spiegel der Seele. Sie helfen dabei, verborgene Dynamiken sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Ob als Hobby zur Selbstreflexion oder als professionelle Beratungsmethode – die 36 Symbole haben nichts von ihrer Faszination verloren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Lenormandkarten

Was ist der Unterschied zwischen Lenormand und Tarot?

Tarotkarten (78 Blatt) sind oft spiritueller und psychologischer ausgerichtet und folgen der "Reise des Helden". Lenormandkarten (36 Blatt) sind direkter, weltlicher und eignen sich oft besser für konkrete Ja/Nein-Fragen oder alltägliche Ereignisse.

Kann man Lenormandkarten selbst lernen?

Ja, absolut. Es erfordert jedoch Übung. Es empfiehlt sich, mit der Tageskarte zu beginnen und sich langsam an Kombinationen heranzutasten. Es gibt viele gute Bücher und Online-Kurse, die dabei helfen.

Muss man hellsichtig sein, um die Karten zu legen?

Nein. Kartenlegen ist zu einem großen Teil ein Handwerk, das auf dem Verständnis der Symbolsprache und Kombinationslogik basiert. Intuition ist hilfreich, entwickelt sich aber oft erst durch die Praxis.

Welches Lenormand-Deck ist das richtige für Anfänger?

Für den Start empfiehlt sich ein klassisches Deck wie das „Blaue Eule“ oder das „Piatnik“-Deck. Diese verfügen über klare Symbole ohne zu viel künstlerische Ablenkung, was das Lernen der Grundbedeutungen erleichtert.

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